Sentinel-2A erfolgreich gestartet

Was war das für ein Bilderbuchstart der Vega Trägerrakete heute Morgen, kurz vor 4 Uhr MESZ. Pünktlich um wenige Minuten vor 4 Uhr, hob die Vega Rakete von ihrem Startplatz im europäischen Weltraumbahnhof Kourou (CSG) in Französisch-Guayana (Ortszeit 22. Juni, 2015, 22:51:58) ab und brachte den zweiten Sentinel-Satelliten in seine Umlaufbahn.

Start von Sentinel-2A. Bild: ESA

Den Start verfolgte ich im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt.

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Auf der gut 30 Meter hohen, drei-stufigen Trägerrakete saß der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2A, den die Rakete in dessen 800km hohen polumlaufenden Umlaufbahn bringen sollte.

Aufbau der Vega Trägerrakete mit dem Sentinel Satelliten
Aufbau der Vega Trägerrakete mit dem Sentinel Satelliten. Quelle: arianespace
Flugplan der Vega/Sentinel-2A.
Flugplan der Vega/Sentinel-2A.

So traumhaft und planmäßig der Start war, so verlief auch der Rest des Fluges und nach gut 54 Minuten konnte die erfolgreiche Abtrennung des Satelliten von dem Satellitenträger AVUM bestätigt werden. Kurze Zeit danach ging im Kontrollzentrum in Darmstadt die Meldung ein, dass das Sonnensegel des Erdbeobachtungssatelliten erfolgreich ausgefahren wurde. Damit war sichergestellt, dass die Mission von Sentinel-2A beginnen kann. Nun wird der Satellit von Darmstadt aus kontrolliert und schrittweise auf seine 7-jährige Mission vorbereitet.

Mit Sentinel-2A ist nach Sentinel-1A der zweite Erdbeobachtungsatellit des Copernicus-Programms im Erdorbit angekommen. Im Herbst 2015 wird dann Sentinel-3A folgen. In 2016 folgen dann die Satelliten Sentinel-1B und 2B.

Sentinel-2 beobachtet die Erde im optischen Bereich.

Über das Copernikus-Programm habe ich bereits hier schon kurz etwas geschrieben. Mit hochauflösenden Kameras die in vielen Wellenlängen des sichtbaren und nahen infraroten Lichtes beobachten, will man die Änderung der Vegetation in der Landwirtschaft, aber auch in Forstwirtschaft und in der unberührten Natur, im Laufe des Jahres beobachten und Änderungen durch den Menschen verfolgen. So möchte man herausfinden, wie das Pflanzenwachstum auf verschiedenen Umwelteinflüsse und durch den Menschen verursachte Umweltveränderungen reagiert. Mit diesen Erkenntnissen könnte man vor allem in den Entwicklungsländern die Landwirtschaft verbessern und ihnen helfen die Nahrungsmittelversorgung ihrer Bevölkerung zu verbessern.

Mehr über Copernikus und die weiteren Sentinel-Satelliten werde ich in einem folgenden Artikel beschreiben.

Replay des Startevents im ESOC.

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