Bemannte Raumfahrt verliert großen Fürsprecher

Am Donnerstag, den 27. Dezember 2012 ist mit Jesco Freiherr von Puttkammer einer der ganz großen Fürsprecher der bemannten Raumfahrt verstorben. Der am 22. September 1933 in Leipzig geborene von Puttkammer studierte Maschinenbau und ging 1962 auf Einladung von Wernher von Braun in die USA. Dort wurde er Mitarbeiter in von Brauns Team in Huntsville/Alabama. Nach dem Abschluß des Apollo-Programms arbeitete er bei der NASA weiterhin als Ingenieur und Planer an verschiedenen Projekten, wie Skylab oder dem Space Shuttle Programm.
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Lunar Lunacy – Mondverschwörung

Am Mittwoch, den 10. Oktober 2012 lädt die Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V. (AG Orion) wieder zu einem Themenabend in das Vereinshaus Dornholzhausen ein. Gemeinsam mit den Skeptikern Rhein-Main der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) informiert die AG Orion über die Mondverschwörung. Bis heute gibt es Menschen, die die Mondlandungen der Apollo-Astronauten von 1969 – 1972 bezweifeln. Dazu liefern sie Bilder und Fakten um ihre unglaubliche Behauptung von einer weitreichenden Verschwörung zu belegen.

Chris Baker (GWUP) und Oliver Debus (AG Orion) berichten von den Hintergründen dieser Verschwörungstheorie und zeigen mit einfachen Mitteln, wie man die stichhaltigen Belege überprüfen und widerlegen kann.

Der Themenabend findet im Vereinshaus Dornholzhausen, Saalburgstraße 158, Bad Homburg statt, Beginn ist 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wo bitte geht’s zum Mars?

Bilder zum Wissenschaftstag der ESA am 22.02.2012 in der Zentralstation in Darmstadt.

Den Bericht zu dem Ereignis gibt es bei universum.mediaquell.de, dort gibt es auch weitere Informationen, Videos. Interviews und Podcasts gibt es auf der Seite von HR-Info.

Europas Visionen für die Weltraumforschung

Auf der ersten Pressekonferenz der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA stellte Thomas Reiter, ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb die Aktivitäten der ESA für dieses und die kommenden Jahre vor. Im Europäischen Raumkontrollzentrum ESOC in Damrstadt erläuterte Reiter welche Highlights für 2012 geplant sind und wie es in der Europäischen Weltraumforschung voran geht.

Lesen Sie dazu mehr bei: universum.mediaquell.com, Europas Visionen im Weltraum
 

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Forschen im All – Wissenschaft an Bord der ISS

Wissenschaftstag in der Zentralstation in Darmstadt

Am Montag, den 12. Dezember 2011 präsentiert der hr-Info einen Wissenschaftstag in der Zentralstation in Darmstadt. Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganistation (ESA) und des Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt informieren üder die wissenschaftliche Forschung an Bord der Internationalen Raumstation ISS.

Die Internationale Raumstation ISS fotografiert von ESA Astronaut Paolo Nespoli am 24. Mai 2011. Das Space Shuttle Endeavour ist an der Station angedockt. Links unterhalb ist das europäische Raumlabor Columbus. Ganz unten ist das europäische ATV Johannes Kepler angedockt. Credits: ESA/NASA

Die Internationale Raumstation ISS ist das größte künstliche Objekt im Weltraum. Sie fliegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27.700 km/h um die Erde, wobei sie die Erde 16 Mal täglich umkreist. Beim Bau der Raumstation haben 16 Länder zusammengearbeitet – darunter die USA, Russland, Japan, Kanada und Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Doch was passiert eigentlich an Bord der Raumstation? Jedes noch so kleine Eckchen ist für die Wissenschaft ein bedeutender Ort! Denn die ISS ist mittlerweile zu einem vielseitigen Forschungsinstitut und Testzentrum geworden. Es vergeht keine Minute, in der in diesem exklusiven Außenposten im Weltraum nicht irgendein faszinierendes Experiment durchgeführt wird – von Biowissenschaften über Materialforschung bis hin zur Technologieentwicklung.

Raumfahrer und Wissenschaftler

ESA Astronaut Reinhold Ewald, Credits: ESA/J-L.Atteleyn

Dr. Reinhold EWALD, deutscher ESA-Astronaut und lange Zeit verantwortlich für den Betrieb des europäischen ISS-Forschungslabors „Columbus“, gibt Einblick in die wissenschaftliche Arbeit eines Astronauten an Bord einer Raumstation.

Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt ermöglicht, auch mit dem neuen Beschleunigerzentrum FAIR, Wissenschaftlern aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums. Prof. Dr. Karlheinz LANGANKE, Forschungsdirektor der GSI und Dr. Radek PLESKAC, GSI-Forscher im Bereich Biophysik, erklären, wie Wissenschaft aus Darmstadt auf der ISS zum Einsatz kommt.

Dr. Markus LANDGRAF, Missionsplaner beim Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt, zeigt, wie man Ergebnisse der GSI-Forschung bei zukünftigen Missionen der ESA, z.B. zum Mars, konkret anwenden kann.

Im Gespräch mit Moderatorin Sylvia KUCK von hr-INFO werden die Wissenschaftler Experimente an Bord der Raumstation diskutieren und aufzeigen, wie diese das Leben auf der Erde beeinflussen und verändern werden.

Die Reihe „Wissenschaftstag“, bei der Wissenschaftler und Forschungsinstitutionen aus Darmstadt ihre Arbeit anschaulich der Öffentlichkeit präsentieren, ist eine Kooperation der Centralstation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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WISSENSCHAFTSTAG am Montag, dem 12. Dezember in der Centralstation

19:00 bis 20:30 Uhr / Einlass ab 18:00 Uhr

Centralstation – Im Carree
64283 Darmstadt
Saal 3. OG
http://www.centralticket.de
Eintritt frei!

Der Wissenschaftstag in der Centralstation wird präsentiert von hr-Info.

Mehr Infos: esa.int, hr-info

Quelle: ESA/ESOC Darmstadt

Themenabend der AG Orion Bad Homburg

Space Shuttle – eine Legende geht in Rente

Am Mittwoch, 14. Dezember 2011 um 19:30 Uhr findet im Vereinshaus Dornholzhausen, Saalburgstraße 158, 61350 Bad Homburg der nächste Themenabend der AG Orion statt.

Unter dem Titel „Space Shuttle – eine Legende geht in Rente“ erzählen die Referenten Joachim Labudde und Oliver Debus die Geschichte des amerikanischen Raumtransporters Space Shuttle. Vor 30 Jahren, am 12. April 1981 startete das erste Space Shuttle mit Namen Columbia vom amerikanische Raumflughafen Cape Kennedy in Florida auf seine Jungfernfahrt in den Weltraum, 20 Jahre nach dem Flug des ersten Menschen, Juri Gagarin ins All. Die Astronauten John Young, ein Apollo Veteran (Apollo 16) und Robert Crippen testeten das neue Raumschiff zwei Tage lang in der Erdumlaufbahn, bevor sie am 14. April 1981 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien landeten. 30 Jahre lang war das Space Shuttle das Arbeitstier der amerikanischen bemannten Raumfahrt. Mit den Space Shuttles flogen zahlreiche deutsche und europäische Astronauten. Das Shuttle flog zur russischen Raumstation MIR, half beim Aufbau der Internationalen Raumstation ISS und setzte zahlreiche astronomische Forschungssatelliten aus, darunter das Hubble Weltraumteleskop. Neben vielen Erfolgen ist das Space Shuttle Programm aber auch von zwei tragischen Unglücken, bei denen 14 Astronauten ihr Leben verloren gekennzeichnet. Am 21. Juli 2011 landete mit der Raumfähre Atlantis das letzte Space Shuttle auf der Landebahn 15 im Kennedy Space Centre in Florida. Damit ging das Space Shuttle Programm nach 135 Flügen offiziell zu Ende.

In ihrer Multimediaschau berichten Labudde und Debus aus der werchselvollen Geschichte des Space Shuttle Programms. Ein Schwerpunkt ist die Nutzung der Shuttles durch deutsche und europäische Astronauten. Die Referenten gehen auch der Frage nach, wie es nach dem Ende des STS-Programm mit der bemannten Raumfahrt der amerikanischen NASA weitergeht.

Begleitet wird der Themenabend mit einer Modellausstellung rund um das Space Shuttle.

Der Eintritt ist frei.

Das Space Shuttle Columbia wartet am 12. April 1981 auf den Start.
Das Space Shuttle Columbia wartet am 12. April 1981 auf den Start. Quelle: NASA
Space Shuttle Atlantis hebt zum letzten Flug ab. Quelle: NASA

Tag der Luft- und Raumfahrt

Alle zwei Jahre lädt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR und die Europäische Raumfahrtorganisation ESA zum Tag der Luft- und Raumfahrt in ihren gemeinsamen Standort nach Köln-Porz ein. In diesem Jahr findet der Tag der Luft- und Raumfahrt am Sonntag, 18.09.2011 von 10-18 Uhr statt.

Neben zahlreichen Instituten des DLR öffnet sich auch das Europäische Astronauten Zentrum EAC dem Publikum. Dort kann man die Trainingsorte der Europäischen Astronauten besichtigen, darunter ein 1:1 Modell des Columbus Modul an der ISS und das gewaltige Schwimmbecken, in dem die Astronauten die Arbeit in der Schwerelosigkeit während eines EVA oder Weltraumspaziergangs üben. Astronauten stehen zum Interview und zur Autogrammstunde bereit. In diesem Jahr wird neben dem üblichen Programm noch weit mehr geboten. Eine Modellausstellung mit Flugzeugen und Raumfahrtmodellen wird gezeigt, auf dem nahen Flughafen kann man diveres Forschungsflugzeuge sehen, darunter die fliegende Sternwarte SOFIA und den A380. Es wird eine Ausstellung zu 50 Jahre Juri Gagarins Raumflug geben und es gibt sogar auch astronomische Angebote. Die Volkssternwarte Bonn, die VdS und der Köln-Bonner Astrotreff laden zur Sonnenbeobachtung ein, die VdS zeigt astronomisches in einem mobilen Planetarium und wieder dabei ist das Planetarium und Sternwarte Sessenbach.

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Mehr zum Programm gibt es bei der Webseite des DLR

Sternschnuppen schauen

Jetzt sind sie in den lauen Sommernächten wieder zu sehen, Sternschnuppen. Faszinierend sind sie anzusehen, wenn sie als lange leuchtende Spur am Himmel erscheinen. Der Sternschnuppenstrom der Perseiden ist bereits seit Mitte Juli aktiv und erreicht sein Maximum am 13. August. Hervorgerufen werden sie durch den Kometen 109P/Swift-Tuttle, der bei jedem Umlauf um die Sonne etwas Material verliert. Jetzt durchläuft die Erde die Bahn des Kometen und sammelt die Gesteinbrocken auf, die dann in der Erdatmosphäre aufglühen. Etwa bis zu 100 Sternschnuppen können pro Stunde in der Nacht beobachtet werden.
Die Astronomieschule Oliver Debus lädt für den Samstag, 13.08.2011 ab 21:30 Uhr zu einer Beobachtung der Sternschnuppen und des Sternhimmels in das Kirdorfer Feld ein. Neben den Perseiden sollen noch die Planeten Saturn und Jupiter und der Mond und weitere Objekte im Teleskop betrachtet werden. Die Teilnehmer sollten wenn möglich ein Fernglas und eine Sitzgelegenheit oder Decke mitbringen um möglichst bequem die Sternschnuppen zu betrachten. Während der Beobachtung erfahren die Teilnehmer einiges Wissenswertes über Sternschnuppen, deren Entstehung und Beobachtung.
Die Beobachtung findet bei schönem Wetter am Samstag, 13.08.2011 ab 21:30 Uhr im Kirdorfer Feld, Feldweg gegenüber dem Sportzentrum Nordwest, Usinger Weg und Fichtenhof (dort auch Parkmöglichkeiten) in 61350 Bad Homburg statt.
Die Teilnahme an der Beobachtung kostet 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.

Anmeldungen zu dieser Veranstaltungen nimmt die Astronomieschule unter Mobil 0170-1687968 oder E-Mail: info(at)astronomieschule.de entgegen.

Beobachtungsplatz im Kirdorfer Feld.
Beobachtungsplatz im Kirdorfer Feld.

beobachtungsplatzg

Kurzmeldung – Atlantis gelandet

Raumfähre Atlantis ist im Kennedy Space Centre gelandet

Das Space Shuttle Atlantis ist heute Vormittag, um 11:57 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit auf dem Weltraumbahnhof der amerikanischen Weltraumbehörde NASA, Cape Kennedy gelandet. Kurz vor Sonnenaufgang, also 5:57 Uhr Ortszeit (EDT) setzte die Atlantis mit der vierköpfigen Besatzung von STS 135 auf der Landebahn 15 auf und beendete damit ein beinahe 13 tägige Mission zur Internationalen Raumstation. Damit endete auch die Ära der bemannten Raumflüge der amerikanischen NASA mit der Flotte der Space Shuttles. Ab jetzt werden amerikanische Astronauten mit der russischen Sojuz zur ISS fliegen, solange bis die NASA, zusammen mit privaten Unternehmen ein neues bemanntes Raumfahrtsystem entwickelt haben.
Die Atlantis wird, wie auch ihre Schwesterschiffe Endeavour und Discovery nun in Raumfahrtmuseen gezeigt werden. Die Atlantis wir zukünftig im Kennedy Space Centre zu bestaunen sein. Am morgigen Freitag plant die NASA einen Empfang der Astronauten der STS 135 Mission.

Das Space Shuttle Atlantis kurz vor dem Aufsetzen. Quelle: NASA
Das Space Shuttle Atlantis kurz vor dem Aufsetzen.

Nachtrag: Am Donnerstag, 21. Juli 2011 gab es im Hessischen Rundfunk, HR2-Kultur „Der Tag“ einen Beitrag zum Ende der Space Shuttle Ära und zur Zukunft der bemannten Raumfahrt mit HR-Raumfahrtexperte Dirk Wagner. Diese Sendung gibt es auf der HR-Seite als Podcast. Sehr informativ.

Das Space Shuttle geht in Rente

von Oliver Debus

Space Shuttle Atalntis auf dem Weg zum Launchpad 39A
Space Shuttle Atalntis auf dem Weg zum Launchpad 39A

Läuft alles nach Plan, dann wird heute, Freitag den 8. Juli 2011 das Space Shuttle Atlantis um 11:26 Uhr EDT (Eastern Daylight Time), also um 17:26 Uhr MESZ vom amerikanischen Weltraumbahnhof Kennedy Space Centre, Florida, Startplatz 39A zu ihrer letzten Reise in den erdnahen Weltraum starten. Dies wird die letzte Reise eines Space Shuttle sein. In etwa 12 Tage soll die Mission STS-135 enden und das Shuttle Atlantis zur Erde zurück kehren. Der Landetermin am 20 Juli ist für die amerikanische Raumfahrt ein ganz besonderes Datum, denn die Mondlandung von Apollo 11 jährt sich zum 42 Mal. Ganz bewusst hat die NASA diesen Termin gewählt um das letzte Shuttle vor dem Einmotten noch mal richtig zu feiern. Für tausende NASA-Mitarbeiter wird es ein großer Einschnitt in ihre Leben sein. Auch für die amerikanische bemannte Raumfahrt bedeutet das Ende der Ära der Space Shuttle nach 30 Jahren einen großen Einschnitt. Nach dem Flug der Atlantis und ihrer Ausmusterung hat die NASA keine eigenes Raumfahrzeug mehr um Astronauten zur ISS zu schicken.

An Bord der Atlantis fliegen nur 4 Astronauten zur ISS und bringen Versorgungsgüter und letzte Bauteile zur ISS. Kommandant der Mission ist Chris Ferguson, Shuttle Pilot ist Doug Hurley. Daneben fliegen noch Sandra Magnus und Rex Walheim als Missionsspezialisten mit. Für drei der vier Astronauten ist es der dritte Flug ins All, die Atlantis selber hat schon 33 Flüge hinter sich gebracht.

Mit Spannung wird der Start der Atlantis erwartet und wohl nicht nur die NASA, sondern alle Weltraumfahrtfans werden die Daumen drücken, dass die vier Astronauten wohl behalten zur Erde zurück kehren.

Nachtrag: Die Atlantis ist mit leichter Verspätung erfolgreich von KSC abgehoben und ist auf dem Weg zur ISS.

In lockerer Folge möchte ich hier die Geschichte des Space Shuttle Programms erzählen.

Am Schluss noch ein paar Tipps und Hinweise.
Live-Video
Zur Space Shuttle Atlantis Mission
Die Space Shuttle Ära
Das Shuttle Programm in Bildern
William Shatner, aka James T. Kirk, Cäptain des Starships Enterprise erzählt die Geschichte der Space Shuttle.