35 Jahre astronomische Volksbildung – Vortragsreihe

Der Weltraumaufzug
Heute Science Fiction – morgen Realität

In seinem Roman „The Fountains of Paradise“ aus dem Jahre 1979 beschrieb Arthur C. Clarke den Weltraumaufzug, ein revolutionäres Transportsystem von einem Ankerpunkt am Erdäquator in die Erdumlaufbahn. Aktuelle Fortschritte in der Raumfahrttechnik und der Materialforschung lassen ihn mittlerweile als technisch möglich erscheinen.
Rainer Kresken, Raumfahrtingenieur am europäischen Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt, erklärt die technischen Herausforderungen und Möglichkeiten dieses einzigartigen Raumfahrtsystems.

Rainer Kresken

Donnertag: 15.02. 2018, 19:30 Uhr, Hölderlinschule

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Schon mal vormerken:

Donnerstag, 02.05. 2018.
Paolo Ferri, Missionsbetriebsleiter der ESA im EOSC, Darmstadt spricht über die Rosetta-Mission.

Paolo Ferri (ganz rechts) mit Thomas Reiter und Oliver Debus (von links).

35 Jahre astronomische Volksbildung in der VHS Bad Homburg

Im Frühjahr 1983 fand erstmalig in der Volkshochschule Bad Homburg ein Abendkurs „Einführung in die Astronomie“ statt. Daraus bildete sich der Boden für weitere Kurse, Vortragsreihen, Beobachtungen und ein Astronomieverein. Bald soll noch eine Volkssternwarte dazu kommen. „35 Jahre astronomische Volksbildung in der VHS Bad Homburg“ weiterlesen

Curiosity und der Mars

Am kommenden Montag, den 06.08.2012 wird es für Weltraumforscher und Weltraumfans richtig spannend werden. Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker vor allem der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA werden gebannt in Richtung Mars schauen.

Am kommenden Montag, den 06.08.2012 wird es für Weltraumforscher und Weltraumfans richtig spannend werden. Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker vor allem der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA werden gebannt in Richtung Mars schauen. Das Mars-Science-Laboratory Curiosity wird am frühen morgen auf dem Mars aufsetzen. Auch im hessischen Darmstadt wird man zu unserem roten Nachbarn blicken.

ESA Direktor Dr. Thomas Reiter im Hauptkontrollraum des ESOC in Darmstadt.
ESA Direktor Dr. Thomas Reiter im Hauptkontrollraum des ESOC in Darmstadt.

Denn das Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt wird das Landemanöver des neuen Rovers unterstützen. Der europäische Orbiter Mars-Express, der seit Weihnachten 2003 den Mars umrundet und bereits eine Vielzahl an beeindruckenden Bildern von der Marsoberfläche gemacht hat, wird als Relaisstation die Verbindung zwischen dem MSL und der Erde fungieren. Von Darmstadt aus gehen dann die Daten in das Missionskontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory der NASA. Kein Wunder also, wenn am Montagfrüh auch im ESOC die Landung des Curiosity mit Spannung erwartet wird und, wenn gegen 7:31 Uhr MESZ vom Mars eine hoffentlich positive Bestätigung kommt dann dürften auch in Darmstadt die Sektkorken knallen.

Testfahrt des Marsrover Curiosity. Quelle NASA
Testfahrt des Marsrover Curiosity. Quelle NASA

Der als Mars Science Laboratory Curiosity bezeichnete neue Rover ist eine Weiterentwicklung der erfolgreichen MERs Opportunity und Spirit und doch ganz anders. Er ist mit einer Länge von gut drei Meter, eine Breite von gut 2,8 Metern und eine Höhe von 2,2 Metern ein wahres Ungetüm. Sein Gewicht beträgt gut 900 Kilogramm. Damit ist er um einiges größer als die Mars Exploration Rovers Spirit und Opportunity. Zum Vergleich ein Smart Fortwo hat eine Länge von gut 2,5 Meter und ein Leergewicht von 805 Kilogramm. Es ist also beinahe so, als hätte die NASA einen Smart zum Mars geschossen.

Die Landung wird sich auch von der der beiden Zwillingsrover unterscheiden. Der Rover wird mit einem Hitzeschild in die Marsatmosphäre eintreten. Danach werden Bremsfallschirme geöffnet. Der Rover wird aber nicht mit Airbags geschützt wie ein Gymnastikball auf der Marsoberfläche aufsetzen und zu seiner Landestelle springen, sondern er soll quasi von einem mit Triebwerken und Kran ausgerüsteten Landefahrzeug an der vorgesehen Landestelle im Gale Krater auf der südlichen Marshemisphäre abgesetzt werden, beinahe so als würde man den Rover mit einem Hubschrauber an der Landestelle absetzen. Da von der Erde niemand eingreifen kann, ist das die heikelste Phase der Landung. Geht alles gut, dann soll der Rover den Mars 23 Monate lang nach Spuren von Leben untersuchen. Dabei wird er täglich 200 Meter zurücklegen und Bodenproben untersuchen. Man darf vermuten, dass die tatsächliche Missionsdauer wie bei den beiden Mars Exploration Rovers erheblich länger sein dürfte.

Aber schauen wir erst mal wie es am Montagfrüh läuft. Auf alle Fälle werde ich über das Ereignis aus dem ESOC berichten.

Die NASA und auch die ESA berichten per Livestream über die Landung: NASA Livestream, ESA Livestream