Frank De Winne in Speyer

Der aus Belgien stammende ESA-Astronaut Frank De Winne hat am 10. Oktober 2015 das Technik-Museum in Speyer besucht. Im Rahmen seines Besuches besichtigte er die Raumfahrtausstellung und berichtete in einem Vortrag über seinen Aufenthalt auf der ISS.
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Tag der Weltraumfahrt

Die Bad Homburger Sternfreunde und Weltraumfans haben dieses Jahr einiges zu Feiern. Zum Beispiel den Raumflug des ersten deutschen Kosmonauten Sigmund Jähn vor 35 Jahren, den Flug des ersten deutschen und europäischen Astronauten Ulf Merbold mit dem Space Shuttle 1983, bei dem zeitgleich das europäische Forschungsmodul Spacelab eingeweiht wurde. Seit 15 Jahren ist die Internationale Raumstation ISS im Erdorbit und seit 10 Jahren erforscht der europäische Marsexpress unseren roten Nachbarn aus einer Umlaufbahn.
Ganz nebenbei ist die astronomische Volksbildung seit 30 Jahren fester Bestandteil des umfangreichen Angebots der VHS Bad Homburg und die Astronomische Gesellschaft Orion Bad Homburg e.V. wird 15 Jahre alt. „Tag der Weltraumfahrt“ weiterlesen

Bemannte Raumfahrt verliert großen Fürsprecher

Am Donnerstag, den 27. Dezember 2012 ist mit Jesco Freiherr von Puttkammer einer der ganz großen Fürsprecher der bemannten Raumfahrt verstorben. Der am 22. September 1933 in Leipzig geborene von Puttkammer studierte Maschinenbau und ging 1962 auf Einladung von Wernher von Braun in die USA. Dort wurde er Mitarbeiter in von Brauns Team in Huntsville/Alabama. Nach dem Abschluß des Apollo-Programms arbeitete er bei der NASA weiterhin als Ingenieur und Planer an verschiedenen Projekten, wie Skylab oder dem Space Shuttle Programm.
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Themenabend der AG Orion Bad Homburg

Space Shuttle – eine Legende geht in Rente

Am Mittwoch, 14. Dezember 2011 um 19:30 Uhr findet im Vereinshaus Dornholzhausen, Saalburgstraße 158, 61350 Bad Homburg der nächste Themenabend der AG Orion statt.

Unter dem Titel „Space Shuttle – eine Legende geht in Rente“ erzählen die Referenten Joachim Labudde und Oliver Debus die Geschichte des amerikanischen Raumtransporters Space Shuttle. Vor 30 Jahren, am 12. April 1981 startete das erste Space Shuttle mit Namen Columbia vom amerikanische Raumflughafen Cape Kennedy in Florida auf seine Jungfernfahrt in den Weltraum, 20 Jahre nach dem Flug des ersten Menschen, Juri Gagarin ins All. Die Astronauten John Young, ein Apollo Veteran (Apollo 16) und Robert Crippen testeten das neue Raumschiff zwei Tage lang in der Erdumlaufbahn, bevor sie am 14. April 1981 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien landeten. 30 Jahre lang war das Space Shuttle das Arbeitstier der amerikanischen bemannten Raumfahrt. Mit den Space Shuttles flogen zahlreiche deutsche und europäische Astronauten. Das Shuttle flog zur russischen Raumstation MIR, half beim Aufbau der Internationalen Raumstation ISS und setzte zahlreiche astronomische Forschungssatelliten aus, darunter das Hubble Weltraumteleskop. Neben vielen Erfolgen ist das Space Shuttle Programm aber auch von zwei tragischen Unglücken, bei denen 14 Astronauten ihr Leben verloren gekennzeichnet. Am 21. Juli 2011 landete mit der Raumfähre Atlantis das letzte Space Shuttle auf der Landebahn 15 im Kennedy Space Centre in Florida. Damit ging das Space Shuttle Programm nach 135 Flügen offiziell zu Ende.

In ihrer Multimediaschau berichten Labudde und Debus aus der werchselvollen Geschichte des Space Shuttle Programms. Ein Schwerpunkt ist die Nutzung der Shuttles durch deutsche und europäische Astronauten. Die Referenten gehen auch der Frage nach, wie es nach dem Ende des STS-Programm mit der bemannten Raumfahrt der amerikanischen NASA weitergeht.

Begleitet wird der Themenabend mit einer Modellausstellung rund um das Space Shuttle.

Der Eintritt ist frei.

Das Space Shuttle Columbia wartet am 12. April 1981 auf den Start.
Das Space Shuttle Columbia wartet am 12. April 1981 auf den Start. Quelle: NASA
Space Shuttle Atlantis hebt zum letzten Flug ab. Quelle: NASA

2011 das Jahr der Jubiläen

Dieses Jahr können wir ja richtig viele Jubiläen feiern.

Da ist zum einen der 50. Jahrestag des Raumfluges von Yuri Gagarin, dem ersten Menschen im Weltraum am 12. April diesen Jahres gewesen, der weltweit mit Yuri’s Night gefeiert worden ist. Weniger ein Grund zum Feiern als mehr ein Grund zum stillen Gedenken war der 50. Jahrestag des Baues der Berliner Mauer und wird der 10. Jahrestag des 11.09.2011 sein mit den schrecklichen Terroranschlägen von New York und Washington.

In der Science Fiction dürfen wir in den kommenden Wochen drei Jubiläen feiern.

50 Jahre Perry Rhodan: am 8. September 1961 erschien der erste Heftroman der Perry Rhodan Serie. K.H. Scheer lies uns, in der Geschichte „Mission Stardust“ an den Abenteuern von Perry Rhodan und der Besatzung der Stardust teilnehmen. Diese landete im Jahre 1971 auf dem Mond und trafen dort auf ein Raumschiff der Arkoniden.

45 Jahre Star Trek: am 8. September 1966 lief in den USA die erste Episode der Serie, die bei uns ab 1972 als Raumschiff Enterprise im Fernsehen zu sehen war.

45 Jahre Raumpatrouille: am 17. September 1966 startete im ARD die Besatzung des Raumschiffs Orion zu seiner ersten von leider nur sieben Reisen in den Weltraum.

Diese Jubiläen werden natürlich auch am Samstag, 27. August 2011 bei der Veranstaltung Old Rocketman in Darmstadt Eberstadt gefeiert.

Demnächst werde ich mehr darüber schreiben.

Enterprise, das erste Space Shuttle

Es war im Jahr 1976 als die Science Fiction die Raumfahrt inspirierte. Das erste Space Shuttle verliess am 17. September 1976 das Rockwell““s Air Force Plant 42, Site 1 Palmdale California Werk und bekam seinen Namen. Eigentlich sollte es auf den Namen Constitution getauft werden, in Anlehnung an das Segelschiff USS Constitution, eine über 200 Jahre alte Fregatte der US Navy. Auf Initiative von Fans der TV-Serie Star Trek entschloß sich die NASA dann aber den Prototyp des Space Shuttle auf den Namen des Raumschiffs aus der Serie zu taufen. Es erhielt den Namen Enterprise und als Taufpaten waren der Schöpfer der Serie, Gene Roddenberry und die Darsteller der Serie dabei.

Das Space Shuttle Enterprise und die Crew des Raumschiffs Enterprise. v.l.n.r.: NASA Administrator Dr. James D. Fletcher; DeForest Kelley, Darsteller von Dr. Bones (Pille) McCoy; George Takei (Steuermann Lt. Hikaro Sulu); James Doohan (Chefingenieur Montgomery Scotty Scott); Nichelle Nichols (Lt. Uhura); Leonard Nimoy (Erster Offizier Mr. Spock); Gene Rodenberry, Schöpfer der Serie; unbekannter NASA Offizieller; und Walter Koenig (Fähnrich Pavel Chekov). Quelle: NASA
Das Space Shuttle Enterprise und die Crew des Raumschiffs Enterprise. v.l.n.r.: NASA Administrator Dr. James D. Fletcher; DeForest Kelley, Darsteller von Dr. "Bones" (Pille) McCoy; George Takei (Steuermann Lt. Hikaro Sulu); James Doohan (Chefingenieur Montgomery "Scotty" Scott); Nichelle Nichols (Lt. Uhura); Leonard Nimoy (Erster Offizier Mr. Spock); Gene Rodenberry, Schöpfer der Serie; unbekannter NASA Offizieller; und Walter Koenig (Fähnrich Pavel Chekov).

Mit der Enterprise (OV-101) wurden verschiedene Tests gemacht, unter anderem unbemannte und bemannte Tests der Überführung auf einer speziell ausgerüsteten Boing 747, Landetests und Vibrationstests, unter anderem auf dem Startkomplex 39 A im Kennedy Space Center. Anders als ihr Namensgeber ist die Raumfähre Enterprise aber nie in den Weltraum gestartet. Dies war der Raumfähre Columbia und der Mission STS 001 mit den Astronauten John Young und Bob Crippen 1981 vorbehalten.

Die Raumfähre Enterprise mit den Feststoffraketen und dem Außentank auf dem Weg zum Startkomplex 39A im Kennedy Space Center. Quelle: NASA
Die Raumfähre Enterprise mit den Feststoffraketen und dem Außentank auf dem Weg zum Startkomplex 39A im Kennedy Space Center.

Kurzmeldung – Atlantis gelandet

Raumfähre Atlantis ist im Kennedy Space Centre gelandet

Das Space Shuttle Atlantis ist heute Vormittag, um 11:57 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit auf dem Weltraumbahnhof der amerikanischen Weltraumbehörde NASA, Cape Kennedy gelandet. Kurz vor Sonnenaufgang, also 5:57 Uhr Ortszeit (EDT) setzte die Atlantis mit der vierköpfigen Besatzung von STS 135 auf der Landebahn 15 auf und beendete damit ein beinahe 13 tägige Mission zur Internationalen Raumstation. Damit endete auch die Ära der bemannten Raumflüge der amerikanischen NASA mit der Flotte der Space Shuttles. Ab jetzt werden amerikanische Astronauten mit der russischen Sojuz zur ISS fliegen, solange bis die NASA, zusammen mit privaten Unternehmen ein neues bemanntes Raumfahrtsystem entwickelt haben.
Die Atlantis wird, wie auch ihre Schwesterschiffe Endeavour und Discovery nun in Raumfahrtmuseen gezeigt werden. Die Atlantis wir zukünftig im Kennedy Space Centre zu bestaunen sein. Am morgigen Freitag plant die NASA einen Empfang der Astronauten der STS 135 Mission.

Das Space Shuttle Atlantis kurz vor dem Aufsetzen. Quelle: NASA
Das Space Shuttle Atlantis kurz vor dem Aufsetzen.

Nachtrag: Am Donnerstag, 21. Juli 2011 gab es im Hessischen Rundfunk, HR2-Kultur „Der Tag“ einen Beitrag zum Ende der Space Shuttle Ära und zur Zukunft der bemannten Raumfahrt mit HR-Raumfahrtexperte Dirk Wagner. Diese Sendung gibt es auf der HR-Seite als Podcast. Sehr informativ.

Das Space Shuttle geht in Rente

von Oliver Debus

Space Shuttle Atalntis auf dem Weg zum Launchpad 39A
Space Shuttle Atalntis auf dem Weg zum Launchpad 39A

Läuft alles nach Plan, dann wird heute, Freitag den 8. Juli 2011 das Space Shuttle Atlantis um 11:26 Uhr EDT (Eastern Daylight Time), also um 17:26 Uhr MESZ vom amerikanischen Weltraumbahnhof Kennedy Space Centre, Florida, Startplatz 39A zu ihrer letzten Reise in den erdnahen Weltraum starten. Dies wird die letzte Reise eines Space Shuttle sein. In etwa 12 Tage soll die Mission STS-135 enden und das Shuttle Atlantis zur Erde zurück kehren. Der Landetermin am 20 Juli ist für die amerikanische Raumfahrt ein ganz besonderes Datum, denn die Mondlandung von Apollo 11 jährt sich zum 42 Mal. Ganz bewusst hat die NASA diesen Termin gewählt um das letzte Shuttle vor dem Einmotten noch mal richtig zu feiern. Für tausende NASA-Mitarbeiter wird es ein großer Einschnitt in ihre Leben sein. Auch für die amerikanische bemannte Raumfahrt bedeutet das Ende der Ära der Space Shuttle nach 30 Jahren einen großen Einschnitt. Nach dem Flug der Atlantis und ihrer Ausmusterung hat die NASA keine eigenes Raumfahrzeug mehr um Astronauten zur ISS zu schicken.

An Bord der Atlantis fliegen nur 4 Astronauten zur ISS und bringen Versorgungsgüter und letzte Bauteile zur ISS. Kommandant der Mission ist Chris Ferguson, Shuttle Pilot ist Doug Hurley. Daneben fliegen noch Sandra Magnus und Rex Walheim als Missionsspezialisten mit. Für drei der vier Astronauten ist es der dritte Flug ins All, die Atlantis selber hat schon 33 Flüge hinter sich gebracht.

Mit Spannung wird der Start der Atlantis erwartet und wohl nicht nur die NASA, sondern alle Weltraumfahrtfans werden die Daumen drücken, dass die vier Astronauten wohl behalten zur Erde zurück kehren.

Nachtrag: Die Atlantis ist mit leichter Verspätung erfolgreich von KSC abgehoben und ist auf dem Weg zur ISS.

In lockerer Folge möchte ich hier die Geschichte des Space Shuttle Programms erzählen.

Am Schluss noch ein paar Tipps und Hinweise.
Live-Video
Zur Space Shuttle Atlantis Mission
Die Space Shuttle Ära
Das Shuttle Programm in Bildern
William Shatner, aka James T. Kirk, Cäptain des Starships Enterprise erzählt die Geschichte der Space Shuttle.