Der 13. März und die Weltraumforschung

von Oliver Debus
Der 13. März eines jeden Jahres ist wohl nur für wenige Menschen von Bedeutung und ist wohl auch für die Weltraumforschung nicht wirklich von besonderer Bedeutung. Trotzdem sind an einem 13. März für die Weltraumforschung wichtige Ereignisse passiert.
Hier mal eine kleine Auswahl:
Am 13. März des Jahres 1781 hat der deutsch-englische Astronom Wilhelm Herschel mit einem seiner, für die damalige Zeit riesigen selbstgebauten Spiegelteleskope den Planeten Uranus entdeckt.

Die schmale Sichel des Uranus von Voyager 2 fotografiert. NASA
Die schmale Sichel des Uranus von Voyager 2 fotografiert. NASA

Gut 149 Jahre später wurde am 13. März 1930 die durch den amerikanischen Astronomen Clyde Tombaugh erfolgte Entdeckung des Pluto als neunten Planeten des Sonnensystems bekannt gegeben. Da der Pluto aber verglichen mit den anderen 8 Planeten sehr ungewöhnlich ist, besonders seine Umlaufbahn um die Sonne paßt nicht zu den anderen Planeten, haben die Astronomen der Internationalen Union im August 2006 den Pluto als Zwergplaneten zurückgestuft.

Pluto und seine Monde: Charon, Nix, und Hydra; HST, NASA
Pluto und seine Monde: Charon, Nix, und Hydra; HST, NASA

39 Jahre später, also am 13. März 1969 endete mit Apollo 9 eine wichtige Raumfahrtmission der amerikanischen NASA auf dem Wege zur Mondlandung. Die Astronauten James McDivitt, David Scott und Russel Schweickart starteten am 3. März 1969 zu ihrer 10 tägigen Mission, während der sie die Mondlandefähre im Erdorbit ausgiebigen Test unterzogen. Dabei übten sie auch mehrfach das Ab- und Ankopplen an das Apolloraumschiff unter Schwerelosigkeit. Am 13. März um 18 Uhr MEZ wasserten die drei Astronauten nach erfolgreicher Mission im Atlantik.

Die Astronauten der Apollo 9 Mission. Commander, James A. McDivitt, Command Module pilot, David R. Scott, und Lunar Module pilot, Russell L. Schweickart. NASA
Die Astronauten der Apollo 9 Mission. Commander, James A. McDivitt, Command Module pilot, David R. Scott, und Lunar Module pilot, Russell L. Schweickart. NASA

Der Lunar Lander über dem Ozean. NASA
Der Lunar Lander über dem Ozean. NASA
Astronaut Russell Schweickart, lunar module pilot, steht während seines Weltraumspaziergangs am 4. Tag der Apollo 9 Missionauf dem Lunar Lander. NASA
Astronaut Russell Schweickart, lunar module pilot, steht während seines Weltraumspaziergangs am 4. Tag der Apollo 9 Missionauf dem Lunar Lander. NASA

1986 war es dann wieder mal an einem 13. März, dass ein besonderes Ereigniss der Weltraumforschung stattfand. Die europäische Raumfahrtorganisation ESA hatte für diesen Tag ein Rendezvous der Kometensonde Giotto mit dem Halleyschen Kometen geplant.Die am 2. Juli 1985 von Kourou aus gestartete  Sonde Giotto sollte sich in der Nacht vom 13. auf den 14. März bis auf unter 600 km an den Kometenkern nähern. Und tatsächlich, kurz nach Mitternacht, passierte die Sonde den Kern in 596 km Abstand mit einer Vorbeiflug-Geschwindigkeit von 68,7 km/s (247.320 km/h). Das ZDF übertrug damals Live die ersten Bilder vom Vorbeiflug. Allerdings wurde wenige Sekunden nach der dichtesten Annäherung die Sonde beschädigt und der Funkkontakt riss vorrübergehend ab.

Die Raumsonde Giotto wird zum Start vorbereitet
Die Raumsonde Giotto wird zum Start vorbereitet

Der Kern des Kometen Halley. Giotto
Der Kern des Kometen Halley. Giotto

 
 
 
Und was gab es noch an einem 13. März? Nun, im Hause meiner Eltern stellte sich am 13. März 1969 ein glückliches Ereignis ein, ein neuer Erdenbürger landete glücklich. Aber das ist eine andere Geschichte.

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