Unsere Umwelt verändert sich ständig. Manchmal gehen die Veränderungen so langsam vor sich, dass wir sie kaum wahrnehmen, manchmal werden wir von deren Geschwindigkeit auch überrascht. Viele Veränderungen gehen ohne unser Zutun von statten, andere wiederum hängen mit unserem Verhalten zusammen. Wie, das ist uns oft nicht bewusst und noch weniger klar. Die Zusammenhänge zwischen unseren vielfältigen Eingriffen in die Natur und deren Auswirkungen auf die Umweltveränderungen ist uns oft nicht klar, da sich die Änderungen vielleicht auch wo anders zutragen können. Ein Änderung der Perspektive, eine Betrachtung aus einer größeren Distanz kann hier durchaus neue Erkenntnisse bringen.

Mit dem Copernicus-Programm richtet die Europäische Weltraumorganisation ESA einen neuen Blick auf unsere Erde und hilft zu verstehen, wie sich unsere Erde verändert und welchen Beitrag wir dazu leisten, bzw. welchen Veränderungen wir durch angepasstest Verhalten entgegen steuern können.
Die Beobachtungsdaten von bis zu 30 Satelliten sollen Für dieses Erdbeobachtungsprogramm erfasst und ausgewertet werden. Darunter sind Sentinel-Satelliten, die verschiedene Aufgaben erfüllen sollen. Die Sentinel 1 – 3 ist jeweils ein Satellitenpaar, die auf polumlaufenden, sonnensynchronen Bahnen die Erde umlaufen. Als erster Satellit ist bereit 2014 der Radarsatellit Sentinel 1A gestartet.
Die Sentinel 4 und 5 sind Instrumente, die an Bord der dritten Generation der Wettersatelliten Meteosat starten (Sentinel 4), bzw. mit der nächsten Generation der Metop-Satelliten (Sentinel 5). Sentinel 6 soll die Topographie der Ozeane untersuchen.

Am Dienstag, 23. Juni 2015 wird Sentinel 2A vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou gestartet. Die Sentinel 2 Satelliten haben Instrumente an Bord, die vor allem im optischen und infraroten Bereich Daten sammeln, die vor allem die Veränderung der Vegetation beobachten sollen.
Sentinel 3 werden zwei Satelliten sein, die ihr Hauptaugenmerk auf die Ozeane richten sollen.
Der geplante Start von Sentinel 2A wird am Dienstag früh um gegen 10 Minuten vor 4 Uhr MESZ erfolgen. Wer der Start live verfolgen möchte, sollte also früh aufstehen.
Ich werden den Start im Europäischen Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt verfolgen und von dort berichten.
[…] das Copernikus-Programm habe ich bereits hier schon kurz etwas geschrieben. Mit hochauflösenden Kameras die in vielen Wellenlängen des […]