Der Sternhimmel im Februar

Am Mittwoch, den 15.02.2012 lädt die AG Orion Bad Homburg zu ihrem nächsten Themenabend um 19:30 Uhr in das Vereinshaus Dornholzhausen ein.

Auf dem Programm steht ein Blick an den nächtlichen Sternhimmel. Mit Sternkarte und eigenen Bildern wollen die Mitglieder der AGO den Sternfreunden erklären, was derzeit am winterlichen Himmel zu sehen und zu bestaunen ist. Für Fragen zu den Bildern und den Beobachtungsmöglichkeiten mit Fernglas oder Teleskop stehen die Mitglieder der AGO gerne bereit.

Der Anblick des Sternhimmels am 15. Februar 2012 um 21 Uhr.

Der Anblick des Sternhimmels am 15. Februar 2012 um 21 Uhr.

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Wissenswert Harald Lesch und Albrecht Beutelspacher im HR

Wissenswertes in HR2 Kultur.

Harald Lesch führt durch Raum und Zeit. Absolut hörenswert. Raum und Zeit Teil 1

Sehr gut auch Albrecht Beutelspacher berichtet über deutsche Mathematiker.

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Strichspuraufnahmen

Der Berliner Amateurastronom Stefan Gotthold zeigt uns wie man tolle Strichspuraufnahmen von Sternen einfach selber machen kann. Mehr dazu finden Sie auf Homepage der AG Orion Bad Homburg unter Himmelsbeobachtung.


Autor: Stefan Gotthold, Clear Sky-Blog


Autor: Stefan Gotthold, Clear Sky-Blog

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Europas Visionen für die Weltraumforschung

Auf der ersten Pressekonferenz der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA stellte Thomas Reiter, ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb die Aktivitäten der ESA für dieses und die kommenden Jahre vor. Im Europäischen Raumkontrollzentrum ESOC in Damrstadt erläuterte Reiter welche Highlights für 2012 geplant sind und wie es in der Europäischen Weltraumforschung voran geht.

Lesen Sie dazu mehr bei: universum.mediaquell.com, Europas Visionen im Weltraum
 

Watch live streaming video from esa_de at livestream.com

 

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Die drehbare Sternkarte

Video zur drehbaren Sternkarte

Was ist eine drehbare Sternkarte?
Die drehbare Sternkarte ist das wichtigste Hilfsmittel bei der Beobachtung oder Beobachtungsplanung für den Amateurastronomen. Vor allem für Neueinsteiger ist sie sehr hilfreich um sich am Sternhimmel zurecht zu finden. Sie ist leicht zu bedienen, überall einsetzbar und das ganze Jahr über zu verwenden.
Auf dem Markt gibt es sie in verschiedenen Ausführungen und verschiedenen Formaten.

Wie ist die drehbare Sternkarte aufgebaut?
Drehbare Sternkarten bestehen in der Regel aus drei Teilen. Das Grundblatt mit aufgedruckten Sternen und Sternbildern zeigt noch verschiedene Skalen. Diese sind von Außen nach Innen, der Tierkreis mit den 12 Tierkreiszeichen, die Rektaszensionsskala zum Einstellen der Objekte des Sonnensystem, der Skala für die wahre Sonne und die Datumsskala zum Einstellen des Beobachtungstages. Zumeist auf dem Grundblatt findet man noch eine Horizontlinie, die anzeigt welche Sternbilder zum Beispiel von einem Ort mit der geographischen Breite von 50° Nord zu sehen sind, sowie die Ekliptik, die scheinbare Sonnenbahn die durch die Tierkreissternbilder läuft. In der Mitte sind der nördliche Himmelspol und der Polarstern.
Ein weiteres Bauteil ist der Planetenzeiger mit der Deklinationsskala. Der nördliche Himmelspol hat eine Deklination von +90°, der Himmelsäquator 0° und alle Objekte südlich vom Äquator haben negative Deklinationen.
Das letzte Teil ist das Deckblatt mit der Horizontmaske und Uhrzeitskala. Der dunklere Teil zeigt an welche Gestirne unter dem Horizont sind und der hellere Ausschnitt zeigt den sichtbaren Himmel. Die Horizontlinie zeigt die Himmelsrichtungen an.

In nächster Nähe zum Polarstern sind die zirkumpolaren, immer sichtbaren Sternbilder durch einen Kreis eingeschlossen. Alle Gestirne innerhalb des Kreises sind immer zu sehen. Dann finden wir noch den Himmeläquator und die Ekliptik.

Die Verbindungslinie zwischen Südpunkt, Himmelspol und Nordpunkt nennt man Meridian, die Linie zwischen Ostpunkt und Westpunkt 1. Vertikal. Der Schnittpunkt beider Linien ist der Zenit, der Punkt senkrecht über dem Beobachter.
Außen auf dem Deckblatt ist die Uhrzeitskala mit der man die Beobachtungszeit einstellt.

Wie stellt man die drehbare Sternkarte ein?
Die Sternkarte ist sehr schnell eingestellt. Man muss lediglich das drehbare Deckblatt solange drehen, bis die gewünschte Uhrzeit mit dem Datum übereinstimmt. Als Hilfsmittel kann man den Planetenzeiger verwenden und den Beobachtungstag festhalten. Nun dreht man das Deckblatt solange, bis z.Bsp. die Uhrzeit 20 Uhr die Marke für den Beobachtungstag, nehmen wir mal den 15. Januar erreicht. Nun ist die Sternkarte eingestellt und man kann beobachten.

Zwei Kleinigkeiten sollte man beachten.
1. Auf der Uhrzeitskala muss man die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) einstellen. Während der Sommerzeit (März-Oktober) muss man also von der auf der Uhr abgelesenen Zeit eine Stunde abziehen. (Dies gilt selbstverständlich auch für andere Zeitzonen mit Sommerzeit)

2. Für normale Beobachtungen ist die von der Uhr abgelesene und auf der Sternkarte eingestellte Uhrzeit hinreichend genau. Will man aber genauer Beobachten, so muss man die Zeitkorrektur berücksichtigen. Die MEZ gilt genau für den 15. Längengrad Ost. Für jedes Grad östlich davon muss man 4 Minuten zur abgelesenen Uhrzeit addieren, für jedes Grad westlich 4 Minuten subtrahieren. (Wahre Ortszeit) Für den Beobachtungsort Frankfurt muss man also ca. 25 Minuten von der abgelesenen Uhrzeit abziehen und auf der Sternkarte einstellen. Die Zeitangaben für Aufgang, Untergang etc. für Sonne, Mond, Planeten etc. aus den Jahrbüchern, wie z.B. aus dem Kosmos Himmelsjahr, sind für den Ort 10° Ost und 50° Nord angegeben. Die Zeitkorrektur für den eigenen Standort errechnet sich gleich, fällt allerdings geringer aus, für Frankfurt beträgt sie ca. 6 Minuten.

Wie verwendet man die drehbare Sternkarte?
Jetzt kann man eigentlich schon beobachten. Es empfiehlt sich die Sternkarte so vor sich zu halten, dass die Himmelsrichtung in die man blickt nach unten zeigt. Dann kann man bequem den Anblick von der Sternkarte mit dem Himmelsanblick vergleichen. Blickt man nach Süden, sollte Süden auf der Sternkarte nach unten zeigen. Schaut man nach Westen, dreht man die Karte so, dass Westen unten steht. Beim Blick nach Norden steht Norden unten und beim Beobachten in Richtung Osten dreht man die Sternkarte so das Osten nach unten zeigt.

Was zeigt die drehbare Sternkarte?
Neben den Sternbildern und den hellsten Sternen zeigt die drehbare Sternkarte auch Objekte die mit dem Fernglas oder Teleskop zu sehen sind. So sind hier die wichtigsten Doppelsterne und veränderliche Sterne gezeigt, Gasnebel, offene Sternhaufen, Galaxien und Kugelsternhaufen. Die Sternkarte zeigt Objekte, die eine feste Position am Firmament haben. Den Mond und die Planeten wird man aber vergeblich suchen, da sie ständig ihre Stellung unter den Sternen ändern.

Wie findet man mit der drehbaren Sternkarte den Mond oder die Planeten?
Der Mond und die Planeten sind im Bereich der Ekliptik zu finden. Mit dem Planetenzeiger kann man ihre Position auf der Sternkarte einstellen. Dazu muss man ihre Koordinaten, also die Rektaszension und die Deklination nachschlagen. Diese findet man in einem astronomischen Jahrbuch, oder kann sie mit einem Planetariumsprogramm ermitteln, bzw. im Internet herausfinden. Nun stellt man  mit dem Planetenzeiger die Rektaszension des Planeten ein, hier im Beispiel für den Planeten Jupiter auf 1h und 57min. Seine Deklination beträgt etwa +11°, wie man sieht schneidet der Planetenzeiger an dieser Stelle die Ekliptik und der Jupiter ist im Sternbild der Fische zu finden. Ähnliches ist hier auch für den Planeten Mars gezeigt, der im Sternbild Löwe steht.
Auf diese Weise kann man alle Objekte des Sonnensystems einstellen und am Himmel finden.

Der Umgang mit der drehbaren Sternkarte lernt man am besten mit ständigem Üben. So kann man sich bald gut am Himmel zu Recht finden. Zum Ablesen der Sternkarte im Dunkeln benutzt man am besten eine Taschenlampe mit rotem Licht um Augen nicht zu blenden.

Im Handel erhältliche Drehbare Sternkarten
Die bewährten aus dem Kosmos-Verlag:
•    Sternkarte für Einsteiger, von Hermann-Michael Hahn und Gerhard Weiland, 7,95 Euro.
Ideal für Einsteiger, einfach zu bedienen. So macht das Kennenlernen des Sternhimmels Spaß.
•    Nachtleuchtende Sternkarte für Einsteiger, von Hermann-Michael Hahn und Gerhard Weiland, 12,90 Euro.
Auch diese Sternkarte ist einfach zu handhaben. Das Besondere dieser Sternkarte ist, das sie keine Taschenlampe zum Anleuchten brauchen. Einmal mit einer Lampe “aufgeladen”, leuchtet die Sternkarte bis zu einer Stunde nach.
•    Drehbare Kosmos-Sternkarte, von Hermann-Michael Hahn und Gerhard Weiland, 14,90 Euro.
Die drehbare Sternkarte für alle die mehr entdecken wollen. Mit der Sternkarte kann man nicht nur sehen welche Sternbilder gerade am Himmel stehen, es lassen sich auch die Positionen der Planeten einstellen, der Auf- und Untergang, sowie die Dämmerungszeiten und vieles mehr bestimmen. Verzeichnet sind auch die hellsten Messier-Objekte. Die Sternkarte eignet sich besonders zur Beobachtungsvorbereitung.
•    Drehbare Mini-Sternkarte, von Hermann-Michael Hahn und Gerhard Weiland, 8,50 Euro.
Der kleine Bruder der drehbaren Kosmos-Sternkarte. Das kleine Format lässt sie in jeder Tasche verschwinden. Der Nachteil der Karte ist, es sind weniger Objekte verzeichnet und für ältere Menschen ist sie schlechter lesbar.

Sternkarte vom Oculum Verlag
•    Drehbare Himmelskarte, von Michael Feiler und Stephan Schurig, 14,90 Euro.
Die drehbare Sternkarte für alle die mehr entdecken wollen. Mit der Sternkarte kann man nicht nur sehen welche Sternbilder gerade am Himmel stehen, es lassen sich auch die Positionen der Planeten einstellen, der Auf- und Untergang, sowie die Dämmerungszeiten und vieles mehr bestimmen. Diese Sternkarte zeigt viele Messier-Objekte, die sowohl im Deep Sky Reiseführer als auch im Deep Sky Reiseatlas aufgeführt sind. Auf der Rückseite der Karte finden sich noch nützliche Informationen über die Orientierung am Nachthimmel, periodische Sternschnuppenströme, Sichtbarkeit der Planeten bis 2011 und weitere Infos.

Sternkarten zum Selbstbauen von AstroMedia
•    Die drehbare Pracht-Sternkarte, von Klaus Hünig und Nils Rhode, 14,90 Euro.
Diese schöne Sternkarte ist eine Reproduktion einer Sternkarte von 1899 aus dem Verlag des Königlichen Hoflieferanten F.H. Klodt aus Frankfurt.
•    Die drehbare Sternkarte, von Klaus Hünig, 2,40 Euro.
Diese Sternkarte zeigt die wichtigsten Sternbilder des Himmels. Unscheinbare Sternbilder fehlen hier. Für den Preis aber eine echte Alternative. Diese Sternkarte ist auch erhältlich bei der Astronomieschule Oliver Debus.

Die hier vorgestellten Sternkarten sind alle für die Beobachtung von Mitteleuropa aus ausgeführt, sie lassen sich aber auch entlang der gleiche nördlichen Breite verwenden. Für andere Breiten gibt es im Astro-Fachhandel entsprechende Sternkarten.

Eine Alternative dazu ist die Webbasierte Planisphere.  Hier kann man sich seine ganz persönliche Sternkarte erstellen, asudrucken und zusammenbauen.

Ein weiteres schönes Hilfsmittel zur Beobachtungsplanung ist das von mir vorgestellte Poster “Das astronomische Jahr 2012″.

Ein Nachtrag: Ich freue mich, dass mein Video zur drehbaren Sternkarte offenbar gut ankommt und gefallen findet. Besonder freut es mich, dass sowohl Stefan Gotthold von Clear Sky-Blog in seinem Artikel über den Bau einer Sternkarte auf mein Video verlinkt hat und das Stefan Taube bei Lichtecho Werbung macht. Danke dafür. Gerne kann das Video auch auf anderen Seiten eingebaut und verlinkt werden.

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Der Weihnachtsstern

Alle Jahre wieder wird an Heiligabend die Weihnachtsgeschichte erzählt, die uns von der Geburt von Jesus berichtet, wie sie im Lukasevangelium steht. Da hören wir von Kaiser Augustus und seinem Statthalter Quirinius in Syrien, einer Volkszählung und das sich Josef und Maria nach Bethlehem aufmachen. Dann gibt es noch die Geschichte die uns der Apostel Matthäus erzählt. Er berichtet uns von den Weisen aus dem Morgenland, die einem Stern nach Bethlehem folgen und dort das Jesuskind anbeten. Der Stern, der die Gelehrten Männer aus dem fernen Zweistromland nach Judäa führte kennen wir als Stern von Bethlehem. Manchmal wird er als gewöhnlicher Stern betrachtet. Berühmt aber wurde er als Schweifstern oder Komet durch den italienischen Künstler Giotto, der in seiner Darstellung der Anbetung der Könige den Kometen Halley verewigte.

Mittelalterliche Darstellung der Anbetung der drei heiligen Könige in der Katehdrale von York in Nordengland.

 

Anbetung der Heiligen Drei Könige von Giotto. Der Komet Halley ist als Stern von Bethlehem vereweigt.

Hinter dem Bericht von Matthäus verbirgt sich nach Ansicht vieler Astronomen ein Beobachtungbericht antiker Astronomen und seine astologische Deutung. Es dürfte sich wohl um die Beobachtung einer dreifachen Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn im Sternbild der Fische handeln, die etwa 7 vor Christus zu sehen war. Da sie nur etwa alle 800 stattfindet wurde dies als besonders bedeutend empfunden und als Zeugnis interpretiert, dass dem Volk von Judäa in Palästina der Messias geboren worden ist. Dabei kamen sich die Planeten Jupiter und Saturn sehr nahe. Die Warnung der Weisen vor Herodes könnte auf den Planeten Mars hinweisen, der sich später zu Jupiter und Saturn gesellte.

Jupiter, Mars und Saturn im Sternbild Widder, mt zunehmenden Mond.

Jupiter, Mars und Saturn im Sternbild Widder, mt zunehmenden Mond.

Eine ähnliche Konjunktion habe ich im April 2000 vom Großen Feldberg im Taunus in Richtung Westen aufgenommen. Da sind über dem Horizont die Planeten Jupiter, Mars und Saturn, sowie der zunehmende Mond zu sehen. Besonders reizvoll ist rechts die Burgruine Reifenberg.

Jupiter und Saturn im Stier. Aufgeommen am 23.02.2001

Ein weiteres schönes Bild zeigt die Planeten Jupiter und Saturn im Frühjahr 2001 im Sternbild Stier. Der Jupiter steht dabei zwischen dem Siebengestirn und den Hyaden mit dem rötlichen Stern Aldebaran.

Ein ganz besonderes Himmelschauspiel bot sich Weihnachten 2007. Da bildeten der Mond und der Planet Mars ein ganz eigene Form des Weihnachtssterns. In den Nächten vorher, die alle schön klar waren, schon sich der zunehmende Mond an den in den Zwillingen stehenden Mars heran.

Mond und Mars am 22.12.2007 über dem Sandplacken im Taunus

Im obigen Bild weisen die Reflexe des Mondlichtes in dem Kameraobjektiv auf den rötlichen Mars hin, der damals in Opposition zur Sonne stand und so die ganze Nacht über sehr hell zu sehen war. In der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember wanderte der Mond am Mars vorbei und überdeckte ihn zum Teil. Das war ein besonders schönes Himmelsschaupiel.

Der helle Mond und der kleine Mars.

Das Bild entstand in den frühen Morgenstunden des 24.12.2007.

Beobachtung des "Weihnachtsstern" an Heiligabend 2007 im Taunus.

In diesem Jahr ist es der Planet Jupiter, der wie vor gut über 2000 Jahren in dem Sternbild der Fische steht und uns an Weihnachten mit seinem Glanz erfreut.

Ich wünsche allen Sternfreunden und Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

 

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Mayakalender Countdown

Wow, von heute an sind es noch 377 Tage bis zum 21.12.2012. Na und, könnte man jetzt denken. Gar nicht so na und. Der Tag ist was besonderes, denn an dem Tag soll der Maya-Kalender enden und dann kommt das Ende der Welt. Was da so alles passieren soll, werde ich mal kurz berichten. Aber heute gibt es ein cooles Video von Dr. Don Yeomans, Direktor des NASA Near-Earth Objects Programm Office des JPL. Er hielt einen Vortrag über die Wahrheit über 2012: “The Truth about 2012.

Viel Spaß beim Schauen.

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Besinnliches zur Weihnachtszeit

„Geschafft“, sag ich zu mir selbst. Ein anstrengender Tag liegt hinter mir, jetzt kann ich abschalten und mich erholen. Die Flimmerkiste geht an und ich lass mich auf das Sofa fallen. Mit der Fernbedienung in der Hand jage ich durch die Programme. Da ist der Heimwerkerkönig, der zum wiederholten Male mit einer Zange einem Schmied in den Finger petzt, der König von Queens, der sich immer wieder Wortgefechte mit seinem ständig nörgelnden Schwiegervater liefert, die beiden oberbayrischen Cops, die einen Mörder jagen und selbst die Abenteuer des Airforce Teams beim Sternentor habe ich schon gesehen. Die Nachrichten melden auch nichts wirklich neues, aber der Wetterbericht lässt mich aufhorchen. Kalte, klare Nacht heißt es da.

Schnell ist die Flimmerkiste aus und ich schaue nach draußen und tatsächlich, kein Wölkchen trübt den Himmel. Schnell ziehe ich mich warm an, schnappe mir Schlafsack, Campingstuhl, Fernglas und Sternkarte und gehe raus. Ich brauche etwas Zeit, bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. In der Zeit kann ich mir einen guten Platz suchen und es mir mit einer Tasse heißen Tee gemütlich machen. Bald tauchen die ersten Sterne und Sternbilder auf. Pegasus, Andromeda, Cassiopeia und Perseus. Bald sehe ich noch mehr, die Fische, das Dreieck, Walfisch und Widder. Taucht da nicht über dem Nachbarhaus der Stier mit den Pleyaden auf? Nicht zu übersehen ist der helle Jupiter, der größte Planet im Sonnensystem. Er ist oberhalb des Sterns Alrescha (alpha pisces) in den Fischen zu finden und darüber steht der zunehmende Mond.

Nach Westen erblicke ich zwischen dem eigenen Haus und der Garage, über dem dortigen Nachbarhaus noch den Schwan und die Leier, ganz schwach kann ich den Kopf des Drachen ausmachen. Über der Garage zeigt der Polarstern die Nordrichtung an, schwach leuchten die Sterne des kleinen Wagens. Der große Wagen selbst ist hinter der Garage verschwunden. Mit dem Fernglas in der Hand gehe ich auf Entdeckungsreise. Weiter geht’s über Sternhaufen und Sterne bis letztlich zur Andromeda-Galaxie. Ein wahrlich weiter Weg für den das Licht über 2 Millionen Jahre braucht.

Ich lege das Fernglas beiseite, ziehe den Schlafsack fester um mich und lehne meinen Kopf zurück. Die Sterne funkeln friedlich über mir. Eine Sternschnuppe blitzt auf, jetzt darf ich mir etwas wünschen. Längst habe ich die Sorgen des Alltags vergessen, alle Anspannung ist von mir abgefallen. Auch scheint es mir so als würden alle Geräusche der Umgebung immer leiser werden, als würde mich eine sanfte Hand umschließen und forttragen in die Tiefen des Universums. Vorbei an Mond und Jupiter, heraus aus dem Sonnensystem zu den Pleyaden, Aldebaran, Capella und Scheat. Meine Gedanken zeigen mir Welten, die vor mir noch kein Mensch gesehen hat. Ich träume davon dort oben zu sein und auf die Erde schauen zu dürfen, auf den blau-weiß funkelnden Diamanten der eingebettet ist in das samtene Schwarz des Weltraums. Wie ich sie so klein und zerbrechlich wirkend liegen sehe, wird mir bewusst, welches Glück mir zuteil wurde auf dieser Insel im kosmischen Ozean leben zu dürfen und Anteil zu haben an der faszinierenden Schönheit des Universums.

Ich weiß nicht wie lange ich so dagesessen habe. Meine Füße fangen langsam an zu frösteln und die Sterne haben sich merklich weiterbewegt. Mond und Mars stehen nun höher. Ich nehme meine Sachen und gehe rein in die warme Wohnung. Bevor ich den Laden schließe, schaue ich noch mal zurück und freue mich auf die nun beginnende Zeit. Bald beginnt die Adventszeit, eine Zeit, die ich als Sternfreund mit unvergesslichen Beobachtungsabenden verknüpfe, die mich immer wieder aufs Neue ins Staunen versetzen. In der Winterzeit, mit ihren langen, klaren und kalten Nächten sehen wir den schönsten Sternhimmel des gesamten Jahres. Es ist die Zeit, in der man als Amateurastronom vom Himmel reich beschenkt wird. Manchmal mit erwartetem, oftmals aber auch mit unerwartetem. Da passt es gut, dass auch in diesem Jahr am Weihnachtsabend der Himmel uns Menschen ein besonderes Geschenk macht. Den in diesen Nächten ist der Himmel besonders dunkel, der Mond stört uns nicht, weil es Neumond ist. Der Jupiter in den Fischen steht fast an dem selben Ort, wo er vor über 2000 Jahren wohl gestanden haben mag, als er zusammen mit dem Planeten Saturn ein sehr seltene dreifache Konjunktion bildete, was sogar Eingang in die Bibel als Stern von Bethlehem gefunden hat.  Wer bis fast Mitternacht aushält, der kann im Osten den rötlichen Planeten Mars unterhalb der markanten Figur des Sternbild Löwen aufgehen sehen. Neben den beiden Planeten gibt es noch zahlreiche andere Objekte, darunter viele Sterne deren Namen sie wie alte Bekannte erscheinen lassen. Scheat, Algol, Capella, Beteigeuze, Castor und Pollux und wie sie noch genannt werden. Es ist beinahe so als wollten sie mit uns Menschen gemeinsam Weihnachten feiern.

Öffnen wir ihnen die Tür und heißen sie in unserer Mitte willkommen.

Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Adventszeit und ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Oliver Debus, Dezember 2011

Die Sternkarte zeigt die Himmelsansicht für den 24. Dezember um 23 Uhr MEZ. Die ungefähren Positionen der Planeten Jupiter und Mars sind eingetragen. Die Planetenscheibchen entsprechen nicht der wirklichen Größe am Sternhimmel.

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Das Leben der Sterne

Eine himmlische Reise am nächtlichen Firmament

Wenn wir nachts an den Sternhimmel schauen, sehen wir das ruhig strahlende Licht der Sterne. Je öfter wir zu den Sternen schauen, desto mehr gewinnen wir den Eindruck, dass die Sterne unveränderlich sind, genauso wie unsere Sonne.

Seit Menschengedenken sehen die Sterne scheinbar gleich aus, kein Wunder also, dass wir in den Sternen unwandelbare Objekte sehen, sie scheinen ewig zu existieren und das scheint auch für das Universum zu gelten. Selbst große Wissenschaftler wie Albert Einstein konnten sich nicht vorstellen, dass das Universum einem Wandel unterzogen ist. Einstein glaubte an ein sich nicht veränderndes Universum. Im war bewusst, dass sich Sterne, Planeten und Galaxien im Universum verändern können, aber für das Universum mochte er das nicht annehmen.

Schon frühe Beobachtungen von Helligkeitsausbrüchen bei Sternen und explodierende Sterne, die man als Stella Nova, also als neuen Stern bezeichnete zeigten, dass auch die Sterne einem Wandel unterliegen. Allerdings wurden diese Beobachtungen in früherer Zeit mystisch verklärt, man sah hier göttlichen Einfluss wirken.

Der Astronom Edwin Hubble zeigte mit seiner Entdeckung der Rotverschiebung, dass sogar das Universum sich verändert. Er beobachtete das zerlegte Licht weit entfernter Galaxien und fand heraus, dass typische Spektrallinien der Elemente wie Wasserstoff und Helium in den roten Bereich des Spektrums verschoben sind. Er schloss daraus, dass sich diese Galaxien von uns entfernen. Und da sich alle Galaxien in einer bestimmten Entfernung gleich schnell von uns entfernen, fand er heraus, dass sich das Universum ausdehnt. Diese Ausdehnung hatte einst einen Anfang, der so genannte Urknall.

Doch nicht nur das Universum hatte einen Anfang und wird irgendwann auch ein Ende haben, das gleiche gilt auch für alle Objekte darin, so natürlich auch für die Sterne.

Wer seinen Blick über den Himmel schweifen lässt kann das Leben der Sterne betrachten. Er sieht nicht nur, dass Sterne in gewaltigen Gasnebeln geboren werden und dass sie nach einem erfüllten Leben mehr oder weniger dramatisch sterben, beispielsweise in einer Supernovaexplosion. Nein, er kann auch sehen, dass es unterschiedliche Typen von Sternen gibt, ähnlich uns Menschen. Da gibt es solche, denen nur ein kurzes Leben ins Saus und Braus vergönnt ist, es sind die massereichen, schweren Sterne. Diese leuchten sehr hell am Himmel, vergehen aber nach nur wenigen hundert Millionen Jahren. Andere Sterne dagegen gehen mit dem was sie haben sehr sparsam um. Die leichten, massearmen Sterne führen ein beschauliches Leben und fallen kaum auf, da sie nur wenig Licht abgeben. Dafür ist ihnen aber auch ein langes Leben, das über Milliarden von Jahren andauern kann. Genau wie ihr Leben stellt sich auch ihr Tod dar. Die kleinen, dunkleren Sterne beenden ihr Dasein als leuchtender Stern von uns fast unbemerkt, so wie es auch viele Menschen tun. Sie geben in ihrer letzten Lebensphase einen Teil ihrer Masse an den Weltraum ab und verblassen langsam und sterben den Kältetod.

Die richtig schweren Sterne lassen es in ihrer letzten Stunde noch mal so richtig krachen. Schon die letzten „Jahre“ ihres Lebens sind äußerst turbulent, doch das ist nichts im Vergleich zum Schlussakt. Unter Aufbietung der letzten Kräfte bäumt sich der Stern noch mal gegen sein unweigerliches Schicksal auf. Doch sein Ende naht. Die Kräfte verlassen ihn, er sinkt in sich immer schneller zusammen und es zerreist ihn dann in einer gewaltigen Explosion, wir sehen eine Supernova. Dabei gibt der Stern einen großen Teil seiner Materie an den Weltraum ab und schrumpft weiter. Doch wer glaubt, das sei das Ende eines großen Sternenlebens der irrt. Manche Sterne waren so schwer, dass sie nun als Schwarzes Loch immer mal wieder die Aufmerksamkeit der Welt auf sich ziehen.

Nun, eines ist allen Sternen gemein egal wie ihr Leben und ihr Sterben aussieht. Sie alle sind eingebettet in den ewigen Kreislauf von Geburt und Tod. Sie werden aus dem Sternenstaub geboren und im Sterben geben sie wieder Sternenstaub an den Weltraum ab. Aus diesem können neue Sterne und Planeten geboren werden. Ein sterbender Stern kann sogar direkt die Geburt eines oder vieler Sterne auslösen. Ja sogar wir Menschen bestehen aus Sternenstaub. Und da die Sterne dem Gesetz von Leben und Sterben unterliegen wie wir Menschen, sind sie uns ähnlicher als man auf den ersten Blick sieht.

Das Leben der Sterne in Bildern erzählt

Der Große Orionnebel M42 ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild Orion. Bild: Oliver Debus

1. Am Anfang eines Sternenlebens steht die Geburt in der Gas- und Staubwolke. Der große Orionnebel (M42) im gleichnamigen Sternbild ist eine von vielen Sternentstehungsgebieten. Der Nebel misst über 100 Lichtjahre im Durchmesser. In seinem inneren, hell leuchtenden Gebiet werden junge Sterne durch die zusammenfallenden Gaswolken geboren.

 

Das HST entdeckte Staubscheiben im Orionnebel. Quelle: wikipedia.org

Der Blick mit dem Hubble Weltraumteleskop lässt in die Kinderstube des Orionnebels schauen. Dort sieht man dunkle Gebiete um gerade geborene Sterne. Diese dunklen Scheiben bestehen aus sich verdichtendes Gas aus dem womöglich Planeten entstehen.

 

 

Doppelsternhaufen h und chi im Perseus. Quelle: apod.nasa.gov

2. Der doppelte Sternhaufen h und chi (c) im Sternbild Perseus besteht aus ganz jungen Sternen. Entstanden sind die beiden offenen Sternhaufen aus einer Gas- und Staubwolke vor gerade mal 5-6 Millionen Jahren. Kosmisch gesehen sind die Sterne also noch Säuglinge.

Von Astronomen werden sie auch als NGC 869 und NGC 884 bezeichnet.

 

Der Sternhaufen der Pleyaden im Sternbild Stier. Quelle: apod.nasa.gov

3. Die Sterne im Sternhaufen der Pleyaden oder des Siebengestirns (M45) im Sternbild Stier zählen mit ihren Alter von nur 50 Millionen Jahren ebenfalls noch zu den Kleinkindern unter den Sternen. Mit ihrem jungen Licht leuchten die Sterne den Rest der Staubwolke an, aus der sie geboren wurden. Dadurch sieht man quasi ihre „Nabelschnur“.

Die hellsten Sterne dieses Sternhaufens tragen die Namen der Töchter des Atlas aus der griechischen Sagenwelt.

Der Doppelstern Albireo im Sternbild Schwan

4. Der Stern Albireo im Sternbild Schwan erweist sich bei genauerem Hinsehen als Doppelstern. Hier umkreisen sich zwei Sterne, die ähnlich wie Mond und Erde, über die gegenseitige Anziehung an einander gebunden sind. Der hellere der beiden ist ein gelb-orangener Riesenstern, sein Begleiter ein bläulicher Stern. Die Farben der Sterne stehen für die Temperatur auf deren Oberfläche. Anders als wir es gewohnt sind steht bei den Sternen die Farbe Blau für heiß, während Rot für kühl steht.

Der linke Schulterstern des Orion, der Beteigeuze. Quelle: apod.nasa.gov

5. Der rote Riesenstern Beteigeuze im Sternbild Orion ist ein Riese im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat zwanzig Mal mehr Masse als die Sonne und kann mehr als 600 Mal größer werden als diese. Er ist bereits ein alter Stern, der kurz vor seinem Ende steht. Wegen seines fortgeschrittenen Alters ändert der Stern langsam periodisch seine Helligkeit. Astronomen gehen davon aus, dass Beteigeuze in den nächsten 1000 bis 100.000 Jahren seit Leben mit einer Supernovaexplosion beendet. Sein weiteres Schicksal hängt davon ab, wie viel Masse er bei der Explosion an den Weltraum abgibt.

Supernova 1987 A. Rechts vor dem Ausbruch, links während des Ausbruchs. Quelle: Australian Astronomical Observatory

6. Die Supernova von 1987 in der großen Magellanschen Wolke (SN1987A) zeigt, was einst auch mit Beteigeuze passieren wird. Rechts ist der Stern vor der Explosion zu sehen. Er war einst ein ähnlich massereicher Stern wie Beteigeuze. Als blauer Überriese verbrannte er seinen Energievorrat so rasant, dass er nur 20 Millionen Jahre alt wurde.Die Supernovaexplosion selber ging recht schnell von statten. Innerhalb weniger Stunden stürzte der Stern in sich zusammen und wurde in seinem Kern unglaublich heiß und dicht, so dass es ihn letztendlich in einer Explosion zerriss, wobei er sehr viel Masse verlor. Dabei nahm seine Helligkeit um ein zehntausendfaches zu. Im Laufe einiger Monate verringerte sich die Helligkeit. An der Stelle des ursprünglichen Sterns beobachtet man heute einen Neutronenstern, der kleiner sein dürfte als die Erde. Umgeben ist der Stern von einer wunderschönen Wolke aus Sternenstaub.

Der Supernovarest der Supernova 1987A in der großen Magellanschen Wolke. Quelle: apod.nasa.gov

M57 der Ringnebel in der Leier. Quelle: apod.nasa.gov

7. So schaurig schön kann das Ende eines Sterns aussehen. An der Stelle wo heute der Ringnebel M57 im Sternbild Leier steht, hat vor 20.000 Jahren ein Stern seine äußere Gashülle abgestoßen. Seitdem breitet sich der Nebel, der wunderschön in allen Farben des Regenbogens leuchtet, langsam in den Weltraum aus. Irgendwann wird der Nebel so dünn werden, dass wir ihn nicht mehr sehen können.

Der Stern selbst steht noch als weißer Zwerg in der Mitte des Nebels.

Stößt solch eine Wolke aus Sternenstaub auf eine andere Wolke aus Gas und Sternenstaub zusammen, kann das die Geburt neuer Sterne und Planeten auslösen.

Der Kreislauf des Lebens schließt sich.

 

Das Leben der Sterne am Himmel betrachtet.

Wer in den langen Winternächten an den Sternhimmel schaut, kann den Lebensweg der Sterne mit seinen verschiedenen Phasen mit eigenen Augen nach verfolgen. Die Objekte am Himmel, wie die Sterne, Gasnebel, Sternhaufen und Planetarische Nebel zeigen uns Momentaufnahmen vom Leben eines Sterns.

  1. Die Geburt in dem Gas- und Staubnebel: Wir blicken an den östlichen Teil des Himmels und sehen dicht am Horizont das Sternbild Orion. Hier finden wir unterhalb der Gürtelsterne den großen Orionnebel M42 (M = Messier, ein französischer Astronom, der als erster die Nebelartigen Objekte am Himmel katalogisiert hat). Im Orionnebel werden wir Zeuge von der Geburt neuer Sterne und auch neuer Planeten.
  2. Junge Babysterne: Wir wenden unseren Blick hoch an den Himmel. Zwischen dem Sternbild Kassiopeia, das nach seinem Aussehen auch als Himmels-W bekannt ist, und dem Sternbild Perseus, östlich unterhalb der Kassiopeia, finden wir die beiden Sternhaufen h und chi im Perseus. Diese beiden Sternhaufen sind bei dunkler Nacht mit bloßem Auge zu erkennen. Im Fernglas zeigen sie ihre ganze Pracht. Mit einem Alter von 5-6 Millionen Jahren gehören sie zu den Babys unter den Sternen.
  3. Junge Sterne mit „Nabelschnur“: Unterhalb des Perseus finden wir eine auffällige Gruppe dicht zusammenstehender Sterne, die die Form eines Handkarrens haben. Es sind die Sterne des Siebengestirns oder der Pleyaden (M45). Dieser mit 50 Millionen Jahren sehr junge Sternhaufen zeigt im Fernglas einen faszinierenden Anblick, man schaut auf einige hundert junger, heißer Sterne. Erst die Aufnahmen der Pleyaden lassen die Nebelreste erscheinen, aus denen die Sterne geboren wurden.
  4. Der Stern Capella im Sternbild Fuhrmann ist ein Stern im besten Alter. Wir sehen ihn östlich vom Perseus. Genau genommen blicken wir hier auf vier Sterne, die einander kreisen, wobei nur zwei wirklich sichtbar sind. Und diese beiden Sterne sind unserer Sonne sehr ähnlich. Die beiden unsichtbaren sind zwei sogenannte braune Zwerge, Sterne, deren Masse nicht ausreicht um sie zum Leuchten zu bringen.
  5. Der Stern Albireo im Sternbild Schwan finden wir am unteren Ende des, wie ein großes Kreuz aussehenden Sternbild Schwans, das sich zum Westhorizont hin neigt. In einem großen Fernglas sieht man, dass Albireo in Wirklichkeit ein Doppelstern ist, dessen Komponenten unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der hellere der beiden ein orangeroter Überriesenstern ist, dessen Oberfläche aber recht kühl ist, ist der dunklere der beiden ein blauer, heißer Stern. Beide sind größere Sterne als unsere Sonne, wobei der Überriese mehr als 19 Mal größer ist als unsere Sonne. Beide Sterne zeigen auch ganz unterschiedliche Entwicklungsstadien. Der blaue ist jünger als sein rötlicher Partner wird aber irgendwann das Schicksal seines älteren Begleiters teilen.
  6. Schauen wir entlang des Kreuzes des Schwans nach oben, kommen wir zum hellen Stern Deneb am oberen Ende des Kreuzes. Deneb ist ein blauer Überriese, der gut 300 Mal größer als unsere Sonne ist. Er hat mehr als 20 Mal mehr Masse als die Sonne und zählt so zu den massereichen Sternen, denen nur ein kurzes Leben beschert ist. Er hat bereits mehr als die Hälfte seines kurzen Lebens hinter sich. Dies verrät uns seine schwankende Helligkeit, die in zu einem physikalisch veränderlichen Stern werden lässt. Ähnlich wie das Herz eines Menschen pulsiert der Stern und ist mal größer mal kleiner. Dadurch zeigt sich die aufgekommene Unruhe im Innern des Sterns, die durch das Aufzehren des Brennstoffs Wasserstoff zur Energiegewinnung kommt.
  7. Schauen wir nun zurück in das Sternbild Orion. An seiner linken Schulter sitzt der rote Riesenstern Beteigeuze. Beteigeuze zählt zu den Sternen, die kurz vor dem Ende ihres Lebens stehen. Schon jetzt ist sein Leben turbulent. In einer Zeit von gut 6 Jahren schwankt die Größe und Helligkeit des Sterns, der 600 Mal größer ist als unsere Sonne. Die Astronomen erwarten, dass Beteigeuze in den nächsten 1.000 bis 100.000 Jahren sein Leben in einer Super Nova Explosion beenden wird.
  8. Wenn wir von Beteigeuze aus am Himmel nach rechts oben in Richtung Capella schauen, finden wir nicht ganz auf halbem Wege einen helleren, einsamen Stern. Etwas rechts oberhalb von diesem Stern finden wir in einem Fernglas ein nebliges Gebilde. Dies ist der berühmte Krebsnebel M1. Dort wo heute dieser Nebel steht stand einst ein Stern, der im Jahre 1054 dasselbe Schicksal ereilte wie man es für  Beteigeuze erwartet. Der Stern explodierte 1054 in einer hellen Super Nova, die von den Menschen überall auf der nördlichen Hemisphäre gesehen wurde.
  9. Ein weniger dramatisches Ende nahm der Stern, der heute als weißer Zwerg in der Mitte des Planetarischen Nebels M57, auch als Ringnebel bekannt, im Sternbild Leier steht. Diesen finden wir, wenn wir unseren Blick in nordwestlicher Richtung wenden. Die Leier selbst ist ein kleines, rautenförmiges Sternbild, dessen auffälligster Stern die helle Wega ist zwischen den beiden unteren Sternen der Raute finden wir mehr zu dem rechten Stern, im Fernglas den Ringnebel. Auch unsere Sonne wird einmal das Schicksal des weißen Zwerges im Zentrum des Ringnebels teilen. Bis dahin sind es aber noch beruhigend lange hin, gut 5 Milliarden Jahre wird es bis zum Tod unseres Heimatsterns dauern.

Die Sternkarte zeigt den Himmelsanblick für den 10. Dezember um 20 Uhr. Makiert sind die Positionen der verschiedenen Objekte.

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Forschen im All – Wissenschaft an Bord der ISS

Wissenschaftstag in der Zentralstation in Darmstadt

Am Montag, den 12. Dezember 2011 präsentiert der hr-Info einen Wissenschaftstag in der Zentralstation in Darmstadt. Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganistation (ESA) und des Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt informieren üder die wissenschaftliche Forschung an Bord der Internationalen Raumstation ISS.

Die Internationale Raumstation ISS fotografiert von ESA Astronaut Paolo Nespoli am 24. Mai 2011. Das Space Shuttle Endeavour ist an der Station angedockt. Links unterhalb ist das europäische Raumlabor Columbus. Ganz unten ist das europäische ATV Johannes Kepler angedockt. Credits: ESA/NASA

Die Internationale Raumstation ISS ist das größte künstliche Objekt im Weltraum. Sie fliegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27.700 km/h um die Erde, wobei sie die Erde 16 Mal täglich umkreist. Beim Bau der Raumstation haben 16 Länder zusammengearbeitet – darunter die USA, Russland, Japan, Kanada und Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Doch was passiert eigentlich an Bord der Raumstation? Jedes noch so kleine Eckchen ist für die Wissenschaft ein bedeutender Ort! Denn die ISS ist mittlerweile zu einem vielseitigen Forschungsinstitut und Testzentrum geworden. Es vergeht keine Minute, in der in diesem exklusiven Außenposten im Weltraum nicht irgendein faszinierendes Experiment durchgeführt wird – von Biowissenschaften über Materialforschung bis hin zur Technologieentwicklung.

Raumfahrer und Wissenschaftler

ESA Astronaut Reinhold Ewald, Credits: ESA/J-L.Atteleyn

Dr. Reinhold EWALD, deutscher ESA-Astronaut und lange Zeit verantwortlich für den Betrieb des europäischen ISS-Forschungslabors “Columbus”, gibt Einblick in die wissenschaftliche Arbeit eines Astronauten an Bord einer Raumstation.

Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt ermöglicht, auch mit dem neuen Beschleunigerzentrum FAIR, Wissenschaftlern aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums. Prof. Dr. Karlheinz LANGANKE, Forschungsdirektor der GSI und Dr. Radek PLESKAC, GSI-Forscher im Bereich Biophysik, erklären, wie Wissenschaft aus Darmstadt auf der ISS zum Einsatz kommt.

Dr. Markus LANDGRAF, Missionsplaner beim Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt, zeigt, wie man Ergebnisse der GSI-Forschung bei zukünftigen Missionen der ESA, z.B. zum Mars, konkret anwenden kann.

Im Gespräch mit Moderatorin Sylvia KUCK von hr-INFO werden die Wissenschaftler Experimente an Bord der Raumstation diskutieren und aufzeigen, wie diese das Leben auf der Erde beeinflussen und verändern werden.

Die Reihe “Wissenschaftstag”, bei der Wissenschaftler und Forschungsinstitutionen aus Darmstadt ihre Arbeit anschaulich der Öffentlichkeit präsentieren, ist eine Kooperation der Centralstation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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WISSENSCHAFTSTAG am Montag, dem 12. Dezember in der Centralstation

19:00 bis 20:30 Uhr / Einlass ab 18:00 Uhr

Centralstation – Im Carree
64283 Darmstadt
Saal 3. OG
http://www.centralticket.de
Eintritt frei!

Der Wissenschaftstag in der Centralstation wird präsentiert von hr-Info.

Mehr Infos: esa.int, hr-info

Quelle: ESA/ESOC Darmstadt

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